Weltkulturerbe Semmeringbahn

Unesco Weltkulturerbe Semmeringeisenbahn und umgebende Landschaft

Über 160 Jahre ist sie alt, die Semmeringbahn. Was die 41 Kilometer lange Bahnstrecke von Gloggnitz bis Mürzzuschlag auszeichnet, ist aber nicht nur ihr stolzes Alter: Sie war 1854 die erste Gebirgsbahn der Welt und wurde 1998 zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt.

Die Geschichte

Der  Semmering, Pass und  Ort  zugleich, war  im  19. Jahrhundert  ein überaus  beliebter und  eleganter Sommerfrische-Ort. Um den  honorigen Gästen, die vorwiegend aus Wien  kamen, die Anreise  zu erleichtern und gleichzeitig eine durchgängige Bahnverbindung von  Wien  nach  Triest zu schaffen, entstand der  mutige Plan, das Berggebiet mit  einer  Eisenbahn  zu erschließen.

1854 ging  die Semmeringbahn in  Betrieb,  seit 1998 ist sie als weltweit erste   Bahnstrecke mit dem Prädikat „UNESCO Weltkulturerbe“ ausgezeichnet. Geplant hat das technische Meisterwerk Carl Ritter von Ghega, damals  als erste normalspurige Gebirgsbahn Europas.
Am Bau wirkten  bis  zu 20.000 Männer  und Frauen mit, unter heute  unvorstellbaren Arbeitsbedingungen und in einem anspruchsvollen Gelände.
Auf  ihrer  Kernstrecke von  Gloggnitz nach Mürzzuschlag überwindet die Bahnstrecke 457 Höhenmeter, die durchschnittliche Steigung  beträgt beachtliche 20  Promille.  Sie fährt durch 15 Tunnels,  über  16 Viadukte,  über  100  gewölbte steinerne  Brücken und schlängelt sich in großen Bögen  den Berg  hinauf.

Die Weltkulturerbebahn

Der Baumeister

Carl  Ghega  kam  1802  in  Venedig zur  Welt.  Seine Eltern hatten  für ihn eine Karriere als Marineoffizier vorgesehen, doch  er beschäftigte sich lieber  mit  Architektur und Mathematik. Nach  seinem  Studium in Padua plante er Straßen- und Wasserbauten in Venetien. 1842 wurde er Planungsleiter für  die  südlichen Staatseisenbahnen in der k & k Monarchie.
Im selben  Jahr reiste er in die USA, um  die  dortigen Gebirgsbahnen zu studieren. Bald  darauf erhielt  er den Auftrag, die Bahnstrecke von Gloggnitz nach Mürzzuschlag zu konzipieren. Eine Aufgabe, die bis dorthin unmöglich  erschien.  Nicht nur  das  zerklüftete Gelände  stellte  große Herausforderungen: Ghega musste sich auch mit  der Konstruktion von Lokomotiven befassen,  die diese Steigungen überwinden konnten. 1851, vor der  Eröffnung der  Semmeringbahn, wurde Carl Ghega zum Ritter erhoben. 1860 starb  er in Wien an Tuberkulose.

Heute  zählt  der Abschnitt über  den Semmering zu den attraktivsten Bahnstrecken in Österreich. Für Zugreisende verändert sich der Ausblick ständig. Er reicht weit  über die Wälder, Gipfel und  Lichtungen des  Semmeringgebiets. Die  Besonderheiten der Bahntrasse sind vielerorts sichtbar.
Noch   unmittelbarer und eindrucksvoller zeigen  sich die Tunnels, Viadukte und Kehren entlang des Bahnwanderweges mit   seinen   Abschnitten  in  Niederösterreich und in der Steiermark.

 

Die Gegenwart

Bahnwanderweg Semmering – Breitenstein
Strecke: 9,20 km
Dauer: 3:00 h
Auf- Abstieg: 389 Hm
 Schwierikeit: mittel

Bitte einsteigen

……. und die Fahrt auf der Weltkulturerbestrecke genießen…

Der schönste Abschnitt zwischen Semmering und Payerbach führt durch den Unteren und Oberen Adlitzgraben über den Kreuzberg nach Payerbach.
Folgende Verbindungen empfehlen wir:

Semmering ab                  9.20      11.20     13.20     15.20
Payerbach an                    9.50      11.50     13.50     15.50
Payerbach ab                 10.12      12.12     14.12     16.12
Semmering an               10.41      12:41     14:41     16:41
Tickets können Sie online oder bei den Fahrkartenautomaten direkt an den Bahnhöfen  kaufen.

Immer den Schienen nach…. das Gruppenreiseangebot der Wiener Alpen in Niederösterreich

Begleiten Sie Carl Ritter von Ghega entlang der Semmeringbahn

Welterbe in Österreich

STÄTTEN VON AUSSERGEWÖHNLICHEM, UNIVERSELLEN WERT
Welterbe – das heißt Schutz von herausragenden Kultur- und Naturgütern. Die Statten auf der Liste des UNESCO-Welterbes besitzen außergewöhnlichen Wert, für sich und für die ganze Menschheit.
Der Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt ist ein zentrales Anliegen der UNESCO (Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur). Die Organisation wurde im November 1945 gegründet, Anlass und Hintergrund waren die Katastrophen in der ersten Halfte des 20. Jahrhunderts. Weil Vorurteile und Hass in den Kopfen entstehen – so die Idee – konnen sie auch dort verhindert werden, durch Zusammenarbeit bei Bildung, Wissenschaft und Kultur.
Damit ein Kultur- oder Naturgebilde als Welterbe gilt, muss es „außergewöhn-
lichen universellen Wert“ besitzen und aus der Fülle vergleichbarer Objekte herausragen. Sein Verfall oder die mutwillige Zerstörung waren ein unwieder-
bringlicher Verlust für die Menschheit. Die Staaten, die ein Kultur- oder Naturgut für die Welterbeliste nominieren, verpflichten sich zu dessen nachhaltigem Schutz. Fachleute aus Kultur- und Naturschutzorganisationen prüfen die Anträge und empfehlen dem Welterbekomitée die Aufnahme oder Ablehnung. Die Rechte und Pflichten der Staaten sind in einem global geltenden Vertrag geregelt: Das „UNESCO- Übereinkommen zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt“, besser bekannt als „Welterbekonvention“, wurde 1972 ins Leben gerufen.

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