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Hochstraßenmuseum

Der Zauberberg lädt ein zum Kulturspaziergang entlang der Semmeringer Hochstraße.
Nehmen Sie sich die Zeit und spazieren Sie von der Passhöhe vorbei am Hotel Belvedere über das Hotel Panhans bis zum ehemaligen Südbahnhotel. Unter der Projektleitung von Bürgermeister Horst Schröttner in Zusammenarbeit mit Frau Désirée Vasko-Juhász und Herrn Johann Payr entstand entlang der Semmeringer Hochstraße eine beeindruckende Ausstellung zum Thema Villen im Semmeringgebiet.
In den liebevoll gestalteten Schaukästen wird den großen Semmering Architekten wie Franz Ritter von Neumann und seinem Bruder Gustav,  den K&K Architekten Fellner&Helmer, Alfred von Wildhack und Josef Bündsdorf ein Denkmal gesetzt. Zahlreiche Pläne und Ansichten der großen Herren sind die Zeitzeugen der Entstehung des Semmerings. Kurze Porträts der Auftraggeber beginnend mit dem Direktor Friedrich Julius von Schüler, dem Skipionier Viktor Silberer oder auch der Hoteliersfamilie Panhans geben einen tieferen Einblick in die Geschichte des Ortes.
Verbinden Sie den Spaziergang entlang des Hochstraßenmuseums mit einer Runde  um das Südbahnhotel. Nirgendwo kann man besser die vielfältigen Stilformen der Semmeringvillen studieren als entlang der Villenstraße und rund um das Südbahnhotel. Man begegnet hier typischen Bauten im Charakter der Wende vom strengen Historismus zum Späthistorismus bis hin zum Jugendstil.
Die Kombination einzigartiger Kulturgeschichte, gesunder Höhenluft und imposanter Ausblicke verzaubert die Besucher damals wie heute. 

Historische Villa
(c)Horst Schröttner

Semmeringer Villenarchitektur

Für die Entstehung der Hotel- und Villenkolonie am Semmering war die Erbauung der Südbahn von entscheidender Bedeutung. Mit der Eröffnung der Semmeringbahnstrecke im Jahr 1854 führten Vergnügungsfahrten über den Pass nach Mürzzuschlag und wieder zurück. Es kamen auch immer mehr Wanderer, die sich über die Sommermonate einmieteten. Einer der ersten Stammgäste war Franz Schönthaler. Er überzeugte die Südbahngesellschaft vom Bau des Hotels. Rundherum bildete sich eine Villenkolonie. Diese Verbindung mit der Natur fand ihren architektonischen Ausdruck in der Gestaltung der Villen im Form von Bauernhäusern, wofür der Architekt Franz Neumann und das Architekturbüro Ferdinand Fellner und Herman Helmer zahlreiche Varianten entwickelten.

Bei einem Rundgang ausgehend von der Passhöhe dem Weg folgend zuerst entlang der Landesstraße bis zur Abzweigung Richtung Bahnhof passieren Sie die Villa Bündsdorf. Vorbei oberhalb der Seniorenresidenz „Hotel Stefanie“ am hoffentlich bald in neuem Glanz erscheinenden alten Gemeindehaus entlang der Südbahnstraße. Nach der kleinen Felswand sehen Sie rechts im Wald stehend  die Villa „Unsere Hütte“. An der Südbahnstraße, in der starken Rechtskurve liegt die  Villa Landau ( Joseph Urban) und  links der ehemalige Schweizerhof. Am Beginn der Villenstraße steht die Villa Bittner.  Die Villa Alpenheim, die Villa Neumann und die Villa Schönthaler reihen sich entlang der Straße.  Weiter geht der Weg bis zum Ende der Villenstraße –  folgen Sie rechts der Adlitzgrabenstraße weiter bis zur Villa Leibenfrost und dem davor stehenden Polleroshaus. Folgen Sie nun nicht vis à vis dem steilen Weg sondern eher rechts der Zufahrtsstraße hinter den Wohnhäusern. Entlang dieses Weges passieren Sie Villa Schüler und die Villa Klein – diese Häuser waren Dependancen des Südbahnhotels und wurden 1881/82 von Josef Daum errichtet. Weiter gehen Sie dann beim Südbahnhotel vorbei an der Villa Mary, der Villa Kleinhans und der Villa Lore über die Hochstraße Richtung Panhans. Oberhalb der Stützmauer nach dem Panoramahotel Wagner erblicken Sie das Silberschlößl versteckt im Wald. Die Villa Miomir, die Villa Waldeck, hoch oberhalb meist nur im Herbst und Winter sichtbar, das höchste Haus vom Semmering, die Villa Engelmann,  die Villa Helmer, die Pension Alexander bis zur Pfarrkirche zur Hl. Familie mit dem Pfarrhaus säumen Ihren Weg. Nun stehen Sie vor dem Hotel Panhans, bis Sie der Hochstraße folgend wieder auf die Passhöhe gelangen.

Denkmal Carl Ritter v. Ghega
(c) Horst Schröttner

Denkmal Carl Ritter von Ghega

Neben dem Bahnhofsgebäude finden Sie an der Stützmauer der Station Semmering das Denkmal Carl Ritter von Ghega, welches der Österreichische Ingenieur und Architektenverein 1869 setzte.  

Carl Ritter von Ghega
1802 erblickte Carl in Venedig das Licht der Welt; die Lagunenstadt stand seit 1796 unter österreichischer Herrschaft. Schon in der Grundschule zeigte sich sein außerordentliches Rechen- und Zeichentalent. An der Universität Padua erwarb Ghega 1818 das Ingenieur-Diplom und mit 17 Jahren den Doktor-Titel der Mathematik; an der Kunstakademie Venedig betrieb er Architekturstudien. 1819 trat er in den Staatsdienst ein. Ab 1836 projektierte er v.a. Eisenbahnstrecken im heutigen Tschechien; 1842 wurde er mit der Planungsleitung der Staatseisenbahn betraut. Nach seiner Studienreise durch Nordamerika übernahm Ghega die Bauleitung der Südbahn von Mürzzuschlag nach Triest. Zugleich plante er die Überquerung des Semmerings, wofür er monatelang das Gebiet durchwanderte, jede Felswand, jede Schlucht und jeden Graben studierte. 1851 zum Ritter erhoben, starb Carl Ghega 1860 in Wien an Lungenschwindsucht (Tuberkulose).

Bauhütte Fleischmannbrücke
(c) Horst Schröttner

UNESCO Weltkulturerbe Semmeringbahn

Die 1854 fertig gestellte Semmeringbahn gilt noch heute als Paradebeispiel für das harmonische Zusammenspiel von ungestümer Alpinlandschaft und eleganter Baukunst. Ein Meisterwerk österreichischer Ingenieurkunst, das den Reisenden um pittoreske Felspartien herum, durch aparte Galerien hindurch und über kühn gespannte Viadukte hinweg führt. Dem Zauber von Bahn und Umgebung konnten sich auch die Gremien der UNESCO nicht entziehen: Die Semmeringbahn wurde von ihnen 1998 zum Welterbe erklärt.

Denkmal Nittner
(c)Horst Schröttner

Denkmäler auf der Passhöhe

CAROLUSDENKMAL
Nahe der Talstation der Zauberberg Kabinenbahn steht das Carolusdenkmal, welches 1728 von den Ständen Innerösterreichs zur Erinnerung an den Bau der Semmeringstraße durch Kaiser Karl VI. errichtet wurde.

POSTBEZIRKSGRENZSTEIN
Direkt auf der Passhöhe beim Kreisverkehr befindet sich der Meilenstein in Obeliskform mit der Inschrift „Ende der k.k. italienischen Post- und Hauptcommercialstraße auf der Seite Niederösterreichs“.

NITTNER DENKMAL
Das mächtige Denkmal auf der Passhöhe ist dem ersten kühnen Überflieger des Semmeringpasses im Jahre 1912, Eduard Nittner, gewidmet.

(c)Ignaz Semlitsch

Skulpturenpark Semmering

Am Semmeringer Wolfsbergkogel in der Nähe des Bahnwanderwegs und des Kurhauses lädt der Skulpturenpark des Self-Made Künstlers Ignaz Semlitsch zum Staunen ein. Die Skulpturen sind aus verschiedenen Metallen und Acryl gefertigt und stehen teilweise auch zum Verkauf. Bei Interesse soll man nicht scheuen sich an den Künstler zu wenden. Ein Energieplatz mit Sitzgelegenheiten und Ausblick auf Rax und Schneeberg bietet den Besuchern des Skulpturenparks Möglichkeit zum Rasten und Verweilen. Der Skulpturen-Park-Verein freut sich über eine freie Spende als Eintritt.

Pfarrkirche Semmering
(c) Erich Kodym

Pfarrkirche zur Hl. Familie

In unmittelbarer Nähe des Hotels Panhans befindet sich die Pfarrkirche zur Heiligen Familie. Sie wurde 1894/95 im neuromanischen und neugotischen Stil unter dem Protektorat des Fürsten Liechtenstein an der Hochstraße errichtet, hatte jedoch bis ca. 1905 wegen Geldmangels nur ein provisorisches Holzdach. 1907/08 erfolgte die Vollendung der Hauptfassade und der Zubau des Seitenschiffes. Ehemals war sie Filialkirche von Maria Schutz, bis sie 1934 zur Pfarrkirche erhoben wurde. Heute ist sie ein bauliches Kleinod des Semmerings am Weg zum Südbahnhotel.

 

Millenumswarte
(c)Bergbahnen Semmering

Millenniumsaussichtswarte am Hirschenkogel

Fahren Sie bequem mit der Zauberberg Kabinenbahn auf den Hirschenkogel. Die Aussichtswarte direkt bei der Bergstation bietet einen imposanten Panoramablick rund um den Semmering. Abschließend lädt das Panoramarestaurant Liechtensteinhaus zur einer gemütlichen Jause.
Ein Sprung von der letzten Plattform der 25 Meter hohen Millenniumswarte mit dem freien Fall-Gefühl! Das Erlebnis bleibt danach sehr lange im Gedächtnis haften, mit all den Eindrücken und Emotionen. Jeder, der einmal gesprungen ist, spürt, wozu er fähig ist – dass er loslassen und tief durchatmen kann.
Der Millennium Jump lässt sich perfekt mit einer Mountaincart-Fahrt verbinden.

Das Wetterhäuschen an der Semmeringer Hochstraße

Die Beobachtung und die Deutung des Wetters ist ein Phänomen, das Jahrtausende zurückreicht. Längst genügt ein Blick auf das Mobiltelefon, um sich jederzeit und überall mit Wetterinformationen zu versorgen. Noch um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert musste man dafür ein Wetterhäuschen oder eine Wettersäule aufsuchen. Unscheinbar geworden, gehören sie heute zu den Denkmälern, an denen man meist achtlos vorbeigeht.
Nicht auf der Semmeringer Hochstraße. Hier ist es ein Blickfang vor dem imposanten Ausblick Richtung Rax.